Label:
 
ProNoize
 
 
Discographie:
 
Stage 2 CD [2009]
Unmöglich Erregend CD [2007]
 
 
Website Band
my space
 
X[RX] - -stage 2- ---[Vö: 27.02.2009]
 

Mit ihrer neuen Scheibe „Stage 2“ greifen die beiden Kölner Raver von x[rx] wieder ganz tief in die Sexualkiste der Hölle. Regelmäßigen Clubbesuchern ist das mittlerweile natürlich ein Begriff, denn der Track begeistert schon seit geraumer Zeit durch seine harten Rhythmen und die gut gemeinten Belehrungen eines Braunschweiger Straßenpredigers. Dieser gibt sich auch in diesem Album wieder die Ehre, dazu aber später mehr.

„Stage 2“ verzichtet auf ein Intro und legt gleich mit dem ersten, gleichnamigen Titel richtig los. Wenn man noch das letzte x[rx] Album im Ohr hat, scheint dieser erste Track damit wenig zu tun zu haben. Mit seinen eher leichten und wenig basslastigen Klängen und der an die Loveparade erinnernden Melodie geht „Stage 2“ superschnell ins Ohr und auch in die Füße. Es würde mich nicht wundern, wenn dies der Nachfolger der Sexualkiste der Hölle werden würde. Zwischen den einzelnen Songs gibt es kurze Filmsamples, so auch die Überleitung „Tod Skit“ zu „Tanz Schlampe“, wo der Name durchaus Programm ist. Hier befinden wir uns schon eher im x[rx] Muster und werden mit heftigen, stampfenden Beats und bösartigen kleinen Samples durchgeschüttelt. Es ist nicht zu verleugnen, dass auch hier durchaus hitverdächtiger Krach aus den Boxen dröhnt. Im Grunde bietet das Album eine Reihe von Tracks, die sofort überall gespielt werden könnten und trotz möglicher Unbekanntheit mit ziemlicher Sicherheit gut betanzt werden würden. Der einzige, der vielleicht nicht mittanzen würde, ist unser lieber Straßenprediger, dessen unverkennbare Stimme den Hörer durch „End Inferno“ führt und vor dem bedrohlichen atomaren Endinferno warnt. Na, wenn einem da mal nicht angst und bange wird… Für Comedystreet Fans haben die beiden x[rx] Brains Pascal Beniesch und VJ Dome ein ganz besonderes Schmankerl: „Homofürst“ macht die lustige Oma an der Bushaltestelle, die sich offenbar belästigt fühlte, durch einige elektronische Ausschmückungen fast zu einer Rave-Omi.

Trotz dieser Abwechslung durch Samples sind sich die einzelnen Tracks aber doch meistens recht ähnlich, was bei einem Industrial Projekt aber kaum vermeidbar ist. Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass uns bald diverse DJs mit „Stage 2“ einheizen werden, allerdings ist das Album zum privaten Hören wohl einfach ein bisschen zu eintönig.

Rezi: Nadine Schmitt

 
Tracklist:
01. Stage 2
02. Industrial Rave Revolution
03. Tod skit
04. Tanz Schlampe
05. Bleeding Ears
06. Alle Menschen
07. Wodka Skit
08. End Inferno
09. Digital Terror
10. Homofürst
11. Headhunter
12. Insane
13. Assholes
14. Atage cleared
15. Fickt euch alle