Interview mit SCHELMISH auf dem Burgfolk Festival & Carsten von darkmoments /[ 19. August 2006]
 
Als ich um 12.30 Uhr den Burghof des Schloss Broich betrat, sah ich direkt einige Schelme am Brunnen sitzen. Nach einer freundlichen Begrüßung schlug mir Des Demonia vor, dass Interview doch direkt in einem der Räume des Schlosses zu machen. So ging ich mit fast allen Schelmen, nur Sakepharus war leider nicht dabei, in den Aufenthaltsraum des Backstagebereiches. Dort saßen bereits Lasterbalk und Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein von Saltatio Mortis an einem Laptop. In dieser illustren Runde sollte nun das Interview beginnen und nachdem die Schelme mir klar gemacht hatten, dass sie nur mit mir reden würden, wenn ich mir etwas zu trinken nehme, nahm ich mir etwas und begann mein Interview.
 
Darkmoments.de: „Zunächst einmal vielen Dank, dass ihr euch in dieser großen Gruppe Zeit für dieses Interview genommen habt. Als erstes würde ich gerne mit euch über eure DVD „Coetus“ sprechen. Im Gegensatz zu den meisten DVDs von Musikgruppen habt ihr ja einen eigenen Film gedreht. Wie kamt ihr auf die Idee?“
 
<...Alle schauen sich fragen an…bis sich Dextro das Micro greift…>
 
Dextro: „Also wie wir dazu gekommen sind, es war auf Grand Canaria und wir waren furz besoffen und haben dann ein paar wilde Idee gehabt. Und haben dann auch gesagt wir wollen einfach mal was anderes machen. Nicht so wie ne Band wie Saltatio Mortis zum Beispiel…
 
<...Schallendes Gelächter bricht am Tisch aus…>
 
… die übrigens genau gegenüber am Tisch sitzt und das mitbekommt. Wir haben dann einfach mal gesagt wir machen einfach einen Film und die Livemitschnitte und so sind einfach nur Beiwerk und in Wirklichkeit geht nur um den Film. Mal davon abgesehen Saltatio hat ja noch gar keine eigene DVD.
 
<...das Gelächter, das sich gerade beruhigt hatte bricht erneut aus…>
 
Darkmoments.de: „Der Film ist ja in verschiedene kleine Kapitel eingeteilt, welches ist denn euer persönlicher Favorit und was hat euch vielleicht nicht so gut gefallen?“

 
Rimsbold: „Der Abspann!“
 
Darkmoments.de: „Vielleicht noch etwas außer dem Abspann.“
 
<...alle schauend grinsend zu Dextro…>
 
Dextro: „Guckt mich nicht so an…“
 
Des Demonia: „Der ganze Dreh war klasse!“
 
Rimsbold: „Ich denke gerade nach, was war denn eigentlich das Schönste.“
 
Des Demonia: „Ich auch!“
 
Dextro: „Eigentlich ist jede Szene für sich…“
 
Des Demonia: “…mit Liebe ausgearbeitet…“
 
Dextro: „vor allem zugeschnitten auf die einzelnen Personen. Also es wurde nicht nur ne Fantasygeschichte draus gemacht, sondern auch jeder hat dazu einen Bezug was er da gemacht hat, vor allem Fragor (Anm. Seine Szene spielte in einem Dominastudio) und Luzi. Eigentlich ist jede Szene für uns gleich gut gewesen und bei den Fans gibt es natürlich Favoriten, aber davon wissen wir natürlich kaum was.“
 
Des Demonia: „Also in ersten Linie war die Schwierigkeit, dass wir alle keine Schauspieler sind. Das heißt wir mussten das ganze eh erstmal ins humorvolle ziehen, das war also schon mal die erste Vorgabe. Wir konnten uns ja nicht ernst nehmen und daher konnten wir auch keinen ernsten Film machen. Also wir konnten uns als Schauspieler nicht ernst nehmen.“
 
Darkmoments.de: „Was mir persönlich besonders gut gefallen hat war eure Zusammenarbeit mit Pill & Pankratz. Wie kam es dazu?“
 
Dextro: „Wir sind ganz gut mit ihnen befreundet, wir haben sie irgendwann mal auf einem Markt kennen gelernt und das ist dann über das Kollegentum einfach hinaus gegangen, da sind auch Freundschaften draus gewachsen und die beiden Pill & Pankratz sind einfach…“
 
Rimsbold: „Hervorragende Schauspieler!“
 
Dextro: „..als Schauspieler definitiv unschlagbar und die wissen halt genau was sie machen und transportieren das sehr gut und eigen sich einfach auch gut für dieses Erzmagier und Glöckner von Notredame Double. Und da haben wir gesagt die beiden nehmen wir, denn es gibt einfach keine besseren dafür.“
 
Des Demonia: „Daraus entstand dann auch die Idee, dass wir mit einigen Leuten, die gerade Zeit hatten und auch Freude daran hatten, die wir gefragten weil wir wusste, die sagen ja, haben wir beschlossen warum sollen wir nicht einfach auch ein paar Kollegen fragen und mitmachen lassen, weil das auch den Spaßfaktor erhöht hat an diesem ganzen Dreh.“
 
Dextro: „Haben wir eigentlich auch Saltatio Mortis gefragt?“
 
<...erneutes lautes Gelächter…aus der anderen Ecke des Raumes brüllt, breit grinsend…>
 
Lasterbalk (von Saltatio Mortis): „Uns hat man nicht gefragt… die Arschlöcher….das sagt ihr ja nicht gerne.“
 
Dextro: “Die haben sich einfach rein geschlichen bei einem Liveauftritt, die sind da nämlich doch drauf.“
 
Lasterbalk und Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein (von Saltatio Mortis): „Genau!“
 
Lasterbalk (von Saltatio Mortis): „Ganz unauffällig so mit nem Werbeschild und dann haben sie alles raus geschnitten, ja raus geschnitten haben sie es, vor allem den Striptease vom Mümmelstein.“
 
<...man sieht die ersten Tränen in den Augen vor lachen...>
 
Dextro: „Ihr seid doch mit drauf auf der DVD.“
 
Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: „Ja der Lasterbalk ist auch ein großartigen Schauspieler!“
 
Dextro: „Das hat uns vorher keiner gesagt.“
 
<...Lasterbalk äußert einige im Nachhinein leider unverständliche Worte, die irgendwie in die Richtung von beim letzten Mal vorgespielten Orgasmen beinhalten...>
 
< …ein Kugelschreiber fliegt quer durch den Raum in Richtung Dextro… und trifft…jetzt kennt das Gelächter keine Grenzen mehr…>
 
<...Lasterbalk schaut fragend in meine Richtung…>
 
Darkmoments.de: „Das ist wesentlich interessanter als Fragen zu stellen!“
 
<...erneut brandet das Gelächter auf…>
 
Lasterbalk: „Und dann steht in der nächsten Karfunkel (Anm. der Autor schreibt freiberuflich für diese Zeitschrift) von dem Interview „Lasterbalk täuschte Orgasmus vor! so wird die nächste Titelseite aussehen “
 
<...es braucht etwas Zeit bis sich alle beruhigt haben…>
 
Darkmoments.de zu Lasterbalk: „Wie gesagt, dass hier ist wesentlich interessanter als Fragen zu stellen!“
 
Lasterbalk: „Das ist echt interessanter als Fragen an die zu stellen, die nächste Frage wäre dann doch mal, wer hier schon einen Orgasmus vorgetäuscht hat?“
 
Darkmoments.de: „Wenn du mir Fragen stellen möchtest kannst du das ja gerne tun.“
 
<...Lasterbalk lacht laut und verneint dies…>
 
Dextro: „Also die Frage mit dem Orgasmus möchte ich schon beantworten. Denn ich habe schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht, als ich es mit dem Langen von Saltatio getrieben habe!“
 

<...jetzt ist alles aus… das Gelächter kennt keine Grenzen mehr…>

 
Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: „Er hat es nicht gemerkt!“
 
Rimsbold schaut fragend zu Lasterbalk: „MAMA???“
 
<...es dauert wieder etwas…>
 
Lasterbalk in Darth Vader Art: „Rimsbold ich bin dein Vater!“
 
Dextro: „Ich dachte das wäre ich?“
 
<...na was wohl… alle sind am brüllen...>
 
Luzi: „Wie lange kannst du mit dem Ding aufnehmen?“
 
Darkmoments.de: „Na gut zwei Stunden!“
 
Rimsbold: „Das schaffen wir…“
 
Darkmoments.de: „Da brauche ich dann zwar drei Tage zum tippen, aber die Zeit nehme ich mir gerne!“
 
<...nachdem sich alle beruhigt haben kam ich tatsächlich zu meiner nächsten Frage…>
 
Darkmoments.de: „Auf der DVD sind neben, dem Film und einigen Livemitschnitten, auch zwei Videoclips. Könnt ihr euch vorstellen, das Schelmish irgendwann im Musikfernsehn läuft?“
 
Des Demonia: „Was glaubst du denn warum wir das gemacht haben. Aber keine wollte es!“
 
Dextro: „Es wäre natürlich mal schön ins Fernsehen zu kommen, denn Fernsehen ist pure Werbung. Und das macht natürlich dann auch den Namen größer und das ist ja das was jede Band erhofft, wenn sie seid vielen Jahren unterwegs ist und das man vielleicht mal mit einem Videoclip ins Fernsehen kommt und man dann das ganze einfach größer machen kann. Also wir wollen schon gerne, aber es fehlt halt… die Musik die wir machen oder die auch andere Bands in diesem Genre machen ist einfach nicht trendy genug und nicht Mainstream genug, dass man mal oben landen kann. Aber vielleicht hat man ja mal Glück und die Musikszene dreht sich irgendwann.“
 
Des Demonia: „Kommt Zeit kommt Rat bzw. kommt Zeit kommt Hit!“
 
Darkmoments.de: „Ich würde nun gerne über eure Musik sprechen. Viele Bands aus dieser Szene legen darauf Wert, dass sie ihre Instrumente vor allem die Dudelsäcke, selber bauen bzw. haben anfertigen lassen. Wie sieht das bei euch aus?
 
Dextro: „Wir lassen anfertigen von unserem Sackbauer im Osten, von Jens Günsel. Und machen hier und da kleine Veränderungen im Gesamtbild oder um sie insgesamt noch etwas schnittiger zu machen. Aber selbst Dudelsäcke ganz alleine machen wir nicht. Also wir experimentieren viel rum und vielleicht passiert es auch mal, dass man so was mal macht, aber ich finde als Musiker sollste dich darauf konzentrieren was du kannst und das ist halt die Musik und der Instrumentenbauer übernimmt den Bau der Instumente.“
 
Des Demonia: „Wir haben ein selbstgebautes Instrument.“
 
Rimsbold: „Zwei…“
 
Des Demonia: „Was haben wir noch. Die Davule, ach ja und das Krumscheid.“
 
Fragor: „Und die Kesselpauke haben wir auch!“
 
Darkmoments.de: „Auf eurem letzten Album „Mente Capti“ sind größtenteils eigene Texte und Melodien enthalten. Werdet ihr in Zukunft auch noch auf „traditionells“ zurückgreifen oder wollt ihre ausschließlich die eigenen Stücke spielen?“
 
Rimsbold: „Sowohl als auch. Man guckt halt was man so findet an mittelalterlichem Kram, was noch nicht ausgenudelt wurde oder besser ausgedudelt mehr oder weniger. Und versucht auch traditionelle Sachen zu machen, aber es wird hauptsächlich wieder in die selbst geschriebene Richtung gehen. Was aber nicht heißt, dass da keine instrumentalen oder mittelalterlichen Stücke drauf sein werden. Aber wird sind auch kurz davor, dass da eigene instrumental oder Mittelalterstücke drauf sein werden. Wir haben einige solcher Stücke schon selbst geschrieben und so wird es dann auch auf der CD aussehen.“
 
Darkmoments.de: „Arbeitet ihr momentan an einem neuen Album und wenn ja, wann können eure Fans es erwarten?“
 
Dextro: „Ne wir sind im Moment, seid Januar auf Achse, haben eine Rocktour im März gemacht und sind jedes Wochenende unterwegs. Rimsbold schreibt schon an den ersten Sachen, aber wir haben erstmal angefangen und jeder arbeitet so ein bisschen für sich. Und dann Mitte Oktober werden wir uns auf die neue Scheibe konzentrieren und die wird so im Mai nächsten Jahres rauskommen und im Oktober dann wieder auf Rocktour gehen. Aber im nächsten Mai wird bestimmt was kommen.“
 
Darkmoments.de: „Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass ihr deutlich rockiger geworden seid, gerade bei Liedern wie der „Letzte Kuss“ ist dies sehr deutlich. Wird der musikalische Weg von Schelmish in diese Richtung führen?“
 
Dextro: „Das wird einer der Wege sein. Also wir haben ja auf dem letzten Album auf der „Mente Capti“ mit allen möglichen Stilrichtungen gearbeitet, ob das jetzt extrem harte Gitarrenriffs sind oder ob es Liedermacherei ist oder sonst irgendetwas. Wir halten uns den Weg offen, aber es wird auf jedem Fall härter werden. Aber nicht nur hart, wir werden mit vielen Stilrichtungen arbeiten und versuchen verschiedene Stilrichtungen zusammen zu packen. Wir werden aber sicherlich nicht auf die traditionellen Instrumente verzichten und wir werden versuchen es so abwechslungsreich wie möglich zu halten.“
 
Darkmoments.de: „Bei dem Stück „Weiße Fesseln“ hat ihr mit „Bonzai“ eine Gastmusikerin mit dabei, die meiner Meinung nach dem Lied eine besondere Note verliehen hat. Werden bei kommenden Liedern nun des Öfteren Gäste zu hören sein.“
 
Rimsbold: „Das werden wir sehen.“
 
Dextro: „Wir lassen es erstmal offen.“
 
Des Demonia: „Wir arbeiten grundsätzlich auch gerne mit Freunden oder befreundeten Leuten, die dann auch ein Stück mit ausarbeiten, da dadurch auch alles viel bunter wird.“
 
<...Lasterbalk betritt wieder den Raum, den er einige Minuten zuvor verlassen hatte…>
 
Dextro: „Wir hatten auf dem letzten Album auch für Alea von Saltatio, der ist ja jetzt nicht hier um es zu bejahen, der hatte sich angeboten was zu machen. Aber wir hatten halt kein passendes Stück für ihn und seine Stimme war halt auch noch etwas zu tief, wir hätten ihn ja beinahe für „Weiße Fesseln“ (Anm. Bonai ist eine Sängerin mit einer recht hohen Stimme) eingestzt.“
 
<…erneutes Gelächter...>
 
Dextro: „Nein, aber wir werden mit Sicherheit auch wieder mit anderen Musikern zusammen arbeiten und es kann auch durchaus passieren, wenn Alea Lust hat und wir haben das passende Stück, so dass man z.B. mal ein Stück mit ihm zusammen macht. Oder es gibt ja auch noch andere Kollegen mit denen wir so gut befreundet sind. Man muss sehen ob es passt mit den Leuten oder man fragt sie zumindest.“
 
Darkmoments.de: „Beim hören eurer Lieder fällt auch auf, dass spätestens mit eurem vorletzten Album, ihr andere Musikrichtungen wie sogar Sprechgesang mit aufnehmt, wie z.B. „Ich was ein chint“. Wie kommt ihr auf diese Ideen und wie gelingt es euch diese mit den mittelalterlichen Instrumenten zu vereinen?“
 
Fragor: „Drogen, ganz knallharte Drogen!“
 
<...erneutes Gelächter…>
 
Rimsbold: „Ja stimmt, Drogen am besten so viel wie möglich, dass ist der erste Punkt. Auf der anderen Seite kommen wir natürlich alle aus verschiedenen Musikrichtungen. Und das passt dann auch zusammen. Wir waren jetzt einige Jahre zusammen mit der Besetzung unterwegs und haben straightes Mittelalter durchgespielt und jetzt mit der neuen Richtung, bekommt jetzt wieder jeder die Gelegenheit einen anderen Teil von sich mit einspielen zu lassen, weil es nicht nur noch um Mittelalter ging. Man konnte halt mischen.“
 
Darkmoments.de: „Welche Musik hörst ihr denn selber gerne und welchen Einfluss hat dies auf eurer Musik?“
 
Dextro: „Ich für meinen Teil höre sehr gerne Punkmusik und 60er / 70er Jahre Oldschoolrock, ich höre mir aber auf der anderen Seite gerne neue, moderne Sachen wie Linkin Park oder Limp Bizkit an. Also bis auf Schlager eigentlich alles. Mark was hörst du dir so an.“
 
Mark: „Rock, Metal also der etwas härtere Teil.“
 
Rimsbold: „Ich bin so der HipHop Teil, in der ganzen Combo. Ich habe auch irgendwo eine Ambition zu dieser Musik entwickelt und ich höre aber auch, was mir diesen kreativen Schub gibt, diese rockige Variante was mir auch hilft diese Art von Musik zu schreiben. Ich höre natürlich auch mir alle Mittelaltersachen an, eigentlich alles querbeet. Bis auf diesen Schlagerscheiß!“
 
Dextro: „Das ist ja auch das gute, dass sich so jeder als Musiker mit einbringen kann. Einzig mit unserem Basser haben wir ein paar Probleme, denn der hört die deutsche Hitparade und das können wir noch nicht mit einbauen.“
 
<...und wieder hat Dextro die Lacher auf seiner Seite...>
 
Darkmoments.de: „Ihr spielt ja, sowohl auf Festivals, Clubkonzerten als auch auf Mittelaltermärkten. Wo sind für dich die Unterschiede und worin liegt der Reiz?“
 
Dextro: „Du beantwortest dir ja schon gerade selber die Frage. Der Unterschied macht den Reiz aus. Also du hast auf allen drei Sachen, Dinge die schön sind und wir möchten eigentlich auf nichts von allem drei verzichten. Also es ist manchmal so richtig entspannend, wenn du gerade ne Rocktour hinter dir hast, einfach mal so drei, vier Märkte zu spielen. Du spielst da ein anderes Programm und andere Leute. Auf Clubkonzerten kommen die Leute die dich sehen wollen. Auf einem Mittelaltermarkt ist das was ganz anderes, da kommen jung und alt und da musst du versuchen die Leute zu begeistern die dich noch nicht kennen. Wenn auf Konzerten in der Regel Leute kommen die dich kennen, natürlich musst du die auch begeistern, aber es ist ein ganz anderes spielen als auf einem Mittelaltermarkt.“
 
Fragor: „Bei Clubkonzerten kommen die Leute halt wegen dir und weil die Band Schelmish spielt. Und auf einem Markt kommen die Leute halt, weil ein Markt in der Stadt ist.“
 
Darkmoments.de: „Eure Shows bestechen immer durch den großen Spaß den ihr auf der Bühne, wie auch in diesem Interview vermittelt. Ist dies ein einstudiertes Programm, oder macht ihr alles spontan aus dem Bauch heraus?“
 
Dextro: „Als erstes glaube ich sagen zu können, das wir so sind. Du wirst natürlich nicht umhin kommen, dass du irgendwann einen Spruch gemacht hast, der gut angekommen ist, der bleibt natürlich hängen und den ziehst du dann halt auch Jahre mit dir. Aber du versuchst trotzdem es zu modifizieren, durch irgendwas vom Publikum oder so. Du musst dir schon deine Spontanität erhalten. Ich meine, es ist halt nicht immer so, dass dir was einfällt und du mal zehn Konzerte mit denselben Ansagen rum läufst, was wir logischer Weise teilweise auch machen.“
 
Des Demonia: „Es gibt halt irgendwo einen Leitfaden.“
 
Rimsbold: „Und diesen Leitfaden versucht man durchzuziehen.“
 
Dextro: „Aber das ist nicht einstudiert, dass ist alles gewachsen.“
 
Rimsbold: „Man erinnerst sich auch manchmal spontan an irgendwelche Sachen, die man mal vor ein paar Monaten gesagt hat und dann hat man wieder einen völlig neuen Reiz drin. Es ist aber nichts richtig einstudiert.“
 
Darkmoments.de: „Du sprachst gerade von einem Leitfaden. Wie sieht denn dieser Leitfaden aus und was können die Leser von euch erwarten die euch noch nicht kennen?“
 
Rimsbold: „Es gibt keine Thematik, es sind…“
 
Des Demonia: „…immer Ansagen zu Stücken, die wir für uns auch immer für uns brauchen, da wir keine feste Setliste haben und dann weiß die Band dann, wenn so ein bestimmtes Stichwort fällt, welches Instrument sie nehmen muss, da sie dann weiß welches Stück jetzt kommt. So was ist für uns der Leitfaden.“
 
Dextro: „Der Leitfaden für uns ist eigentlich auch sich selbst nicht ernst zu nehmen und viel Spaß zu haben. Und das ist für uns sehr wichtig, denn wir sind alle ganz normale Leute. Wir haben das Glück, dass wir auf einer Bühne stehen und das Glück haben wir den Leuten zu verdanken die uns gut finden. Und was wichtig ist du musst einfach Spaß transportieren und das kannst du eigentlich nur, wenn du dich selber nicht ernst nimmst. Wenn das nämlich anfängt, dann driftest du irgendwann ab und die Leute brauchen niemand der abdriftet, sie wollen einen der Party macht und das ist das was unser eigentlicher Leitfaden ist.“
 
Darkmoments.de: „Ihr seid nun auch schon zum zweiten Mal, hier auf dem Schloß Broich, wie nun einige Band schon hier auf dem Burg Folk oder auch beim Castle Rock. Was ist für dich der besondere Reiz dieses Festivals, hier in Mülheim?“
 
Dextro: „Hier stimmt einfach alles. Du kommst hier morgens hin… also wir waren gestern woanders da stimmte einfach gar nichts, dass kann man auch so sagen, denn es war so… und hier in Mülheim kommst du auf einen Platz und wirst mit einem freundlichen Lachen empfangen. Du wirst hier mit all dem empfangen, was wir uns auch so vorgestellt haben: Mit einen guten technischen Equipment, mit einem guten Catering und mit guter Laune, hier passt einfach alles. Wir waren jetzt zum zweiten Mal da, wobei wir ja noch nicht gespielt haben und wir noch nicht sagen können was alles passiert. Aber das Publikum war beim letzten Mal als wir hier waren einfach grandios, die haben jede Band abgefeiert, sie hatten ihren Spaß und das war einfach ne ganz tolle Sache. Es gibt hier eine massiv gute Atmosphäre, hier auf dem Burgfolk.“
 
Darkmoments.de: „Habt ihr noch einige abschließende Worte für unsere Leser, oder was ihr der Welt einfach mal mitteilen wollt?
 
Rimsbold: „Ich gehe jetzt Flyer verteilen mit einem schönen Mädchen!“
 
Dextro: „Macht mich reich. Ich will ein Haus mit Swimmingpool in LA!“
 
Luzi: „Ich muss mal…“
 
Rimsbold: „Schreibt uns einen Hit und schickt ihn uns ein.“
 
Dextro: „Genau! Nein… wir wünschen auf jeden Fall allen Lesern viel Spaß und viel Freude am Leben und macht das Leben zu einer dicken Party.“
 
Rimsbold: „Kommt vorbei und wir machen zusammen Party!“
 
Des Demonia: „Reißt die Mauern ein!“

 
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Schelmen und natürlich auch bei Lasterbalk und Falk für ein großartiges Interview bedanken, was mir sehr viel Freude bereitet hat und ich sicherlich nicht so schnell vergessen werde.
 
Interview geführt von Carsten Terres .[ face to face ]
Live-Bilder Carsten Terres [ Burgfolk Festival 2006 ]
Homepage Künstler. http://www.schelmish.de