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Die
Umbaupause dauerte diesmal etwas länger, da man
damit begann, riesige Bauzäune vor der Bühne zu
platzieren und die in Blut getränkten Teppiche
aufzurollen. Jeder, der die französische
Formation DIE FORM [ Galerie ] noch nie
zuvor live erlebt hatte, fragte sich natürlich,
was da auf ihn zukommen mochte. Als dann endlich
alles fertig aufgebaut war verdunkelte sich die
Kapp und es ging auch schon los, Philippe mit
einer art Gasmaske über seinem Gesicht, an der
Schläuche und Kabel befestigt waren begab sich
hinter sein Mischpult und es wurden Videos von
Sado-masochistischen Treibereien, welche Philippe
alles selber produziert hat, an die Wand im
Hintergrund projiziert. Die Bühne wurde erfüllt
durch eine Tänzerin, die ausdrucksstark ihr
Können unter Beweis stellte und zu dieser
experimentell-düsteren elektronischen Musik
wunderbare Formen mit ihrem Gewand erzeugte.
Wenig später betrat auch Eliane, in ein enges
Lackoutfit gezwängt die Stage und stellte sich
an die andere Seite vor ihr Mikro. Ohne auch nur
eine Miene zu verziehen, begann sie mit ihrer
beeindruckenden Stimme, die düstere Stimmung der
Songs aus alten, Szene Prägenden Jahren,
aufrecht zu erhalten. Die Tänzerin kam bei jedem
Song in einem anderen Outfit auf die Bühne. Sei
es in einem Ballerinakostüm, mit Stützcorsage
und Halskrause, von der sie sich eindrucksvoll zu
befreien begann und schließlich fast nackt
tanzte, oder sie war direkt nur mit Tarnschminke
und zwei Ästen bekleidet und zog die erstaunten
Blicke auf sich. Eine Gradwanderung zwischen
Perversion und Kunst bot sich dem geneigten
Zuschauer dar und man wurde, ob man es wollte
oder nicht, in den Bann der Performance gezogen.
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