| Hinter Onetwo
verbergen sich 2 Künstler deren Einfluss
am Erfolg von Synthie-Pop nicht gerade
unerheblich ist, gehörten doch die Bands
Propaganda und OMD
Anfang der achtziger Jahre zu den
Vorreitern des Electro-Pop und eben aus
Teilen dieser legendären Bands geht das
Projekt nun hervor. Zum einen ist das
Claudia Brücken, deren größter Hit mit
Propaganda Dr
Mabuse sich unmittelbar beim ersten
hören ihrer Stimme wieder ins
Gedächtnis ruft und zum anderen Paul
Humphreys, dessen unvergessenes
Meisterwerk mit OMD
Maid Of Orleans zu den
stärksten Songs der achtziger Jahre
gehörte.
Im
vergangen Jahr präsentierte sich das Duo
Onetwo erstmals auf dem WGT
in Leipzig der Öffentlichkeit, im Rahmen
des Mitternachtsspezial, [ wir berichteten ] ab
23. Februar steht nun endlich das erste
Album Instead im Handel. Mit
welchen Erwartungen man einem solchen
Album gegenüber steht, sollte vor dem
Kauf wohl überlegt sein. Denn hier kommt
keine Partymucke auf den Hörer zu und
auch nichts für den Dancefloor sondern
vielmehr ein gefühlvolles Stück
feinster Popmusik zum entspannten hören.
Das
doch recht bedrohlich wirkende Intro
The Theory of Everything Part 1
verwandelt sich recht schnell in den
Ohrwurm The Theory of Everything
Part 2 das gemeinsam von Claudia
und Paul gesungen wird. Die glasklare
Stimme von Claudia und die musikalische
Vielseitigkeit von Paul ergänzen sich
perfekt und ergeben ein sehr stimmiges
Gesamtwerk was dieses Album für Fans von
OMD und Propaganda zu
einem Pflichtkauf macht. Dem Anspruch der
etwas Jüngeren Generation jedoch eher
nur bedingt gerecht wird, da der
zeitgemäße, atmosphärische Sound doch
zu komplex strukturiert scheint um neben
etwas tanzbarer Elektromucke im Club zu
bestehen. Wer ein melancholisches und
hochwertiges Werk mit Langzeitwert sucht
ist allerdings genau richtig.
Zu
den Highlights zählen sicherlich
Sequential, Have a
Cigar und Anonymous um
nur einige zu nennen, wobei Have a
Cigar durchaus auch das Zeug hätte
die Charts zu stürmen.
Rezi:
Oliver
Loscher
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