Wem
sagt die Band Twelve Drummers Drumming
etwas? Bei denen es jetzt nicht sofort
klingelt, die sollten sich dann
vielleicht für die Zukunft zumindest die
Namen des Gründungsmitglieds Pete Brough
und des Gitarristen der Urbesetzung Ralf
Aussem merken, die seinerzeit in der
legendären Gitarrenband spielten. Im
Jahr 2002 trafen die beiden mit Sänger
Carlo van Putten (Ex- The Convent)
zusammen und riefen die neue Band Dead
Guitars ins Leben. Mit dieser wollen sich
die drei nun international Gehör
verschaffen. Beste Vorraussetzungen haben
sie dafür, so bringt jeder von ihnen
langjährige Musikerfahrung und den
Willen mit, angestrebte Ziele zu
erreichen.
Dead
Guitars lassen die Gitarrenmusik
wiederauferstehen. Um sich davon zu
überzeugen, möge jeder am 1. Juni in
den nächsten Plattenladen sprinten und
sich ein Werk namens
Airplanes zulegen. Das Debüt-Album
von Dead Guitars wird zeigen, wo sich die
Wurzeln von Pete, Ralf und Carlo befinden.
Airplanes steht vorrangig
für atmosphärischen Gitarrensound, die
Wiedergeburt melancholischer Wave-Balladen
und zeitloser Klangwelten im Indie-Pop-Stil.
Bereits die Single Name Of The
Sea und das zugehörige Video
welches übrigens auf dem Debüt
zu finden ist geben einen ersten
Einblick in das neue Schaffen der drei
toten (?) oder eigentlich doch recht
lebendigen Gitarren. Das Album umfasst
insgesamt 10 Songs, die allesamt rocken,
allerdings keine lauten Kracher sind, wie
man vielleicht denken mag. Ganz im
Gegenteil: Ruhiger, sphärischer
Gitarrenrock steht hier im Vordergrund
begleitet von einer sanften,
charismatischen Stimme. Die Gelassenheit
des Albums schließt jedoch den ein oder
anderen Groove nicht aus, wie die Stücke
Feels Alright, Crumble
Zone, Sweet Revenge
oder auch Shine beweisen.
Doch überwiegen hauptsächlich die
gelassenen Lieder, klassische Balladen,
die ihre Hörer in Tagtraumwelten
entführen und leicht wie ein Flugzeug in
ein Meer aus Wolken eintauchen lassen.
Dies zeigen Stücke wie
Airplanes der Titel
sagt es bereits ,
Crash und Should
I. Ein leicht psychodelischer Sound
lässt sich nicht verleugnen
sehr
schön!
Klare
Songstrukturen, dynamische Rhythmen und
unverstrickte Melodien mischen sich zu
einem Werk zusammen, dass sich perfekt
für einen romantischen Abend zu zweit am
Kaminfeuer einsetzen lässt ohne
Hast und ohne Stress. Zwar mögen die
Lieder beim ersten Hören alle etwas
ähnlich klingen, aber bei dem bisschen
Monotonie, die je öfter man das
Album hört nach und nach weicht,
lässt es sich sehr gut entspannen.
Chillend auf dem Sofa sitzen und
Airplanes hören! So
könnte das neue Motto lauten, wenn
Anfang Juli das Debüt der Dead Guitars
in den CD-Läden steht.
Rezi: Lea
Sommerhäuser
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