Battle
Scream wer ist das? Etwa schon wieder ein
Newcomer, der das Elektroumfeld
aufmischen will? Nein ganz so New sind
Battle Scream nicht mehr und das beweist
auch das zur Bemusterung vorliegende Werk
,welches mit einer nicht alltäglichen
Mischung aus Electro meets Metal
überzeugen möchte.
So
jetzt mal ganz von vorne, denn immerhin
liegt hier ein Tonträger vor, für den
sich 5 Herren aus Dresden verantwortlich
zeichnen, die schon seit 2001 im
Geschäft sind. Der erste Eindruck ist
bei einem Review schon sehr entscheidend.
Denn liegt dem Rezipient ein Album einer
ihm bis dato unbekannten Formation vor,
wird der Silberling schon etwas genauer
beäugt. Das äußere Erscheinungsbild
von suffering fällt dann
auch direkt positiv auf. So präsentiert
sich das Werk im Digipack und zeigt in
düsteren blaugrauen Farben zunächst
einen Leidenden in Ketten, bevor dann bei
aufgeklapptem Cover fünf recht finster
drein schauende Herren den 2. Hinweis auf
den zu erwartenden Inhalt des Tonträgers
geben.
Das
insgesamt 17 Track starke Album startet
mit einem sehr wuchtigem Intro, in
welches sich der Track War
Machine nahtlos einfügt.
Tendenziell ist dies einer der rockigeren
Titel des Longplayers, ebenfalls sehr
rockig startet das teilweise in spanisch
gesungeneAnimus Tuss Sum. Bei
Fearful Eyes schlägt dann
die elektronische Seite voll und ganz
durch. Zwar ist der Gesang eher untypisch
verzerrungsfrei und doch dreckig, wie man
es eher von Bands der Metal Szene gewohnt
ist, aber durchaus gelungen. Als
nächstes erwartet den zwischenzeitlich
neugierigen Hörer ein weiteres
Schmankerl, denn zu der leicht kratzigen
Stimme von Frontmann Alex gesellt sich in
himmlischen Einklang die zauberhaft
sanfte Stimme von Sängerin Stefanie
Thümmel (Puppets on Strings). Und das
Überraschungspaket der Dresdner gibt
noch mehr her, denn jetzt kommt der
Titelsong Suffering und hier
wurden sehr bewusst ausschlaggebende
Textzeilen in deutsch Gesungen. Ganz
geiler Song! So könnte ich diese
Rezension jetzt letztendlich bis zum
Outro fortsetzten, was jedoch zum einen
das übliche Limit bei weitem
übersteigen würde und sicher auch den
ein oder anderen Leser langweilen würde.
Doch einige Highlights stehen dem
geneigten Hörer auf alle Fälle noch
bevor, soviel sei zumindest verraten.
Fazit:
Battle Scream haben mit Suffering ein
temporeiches und sehr abwechslungsreiches
Album veröffentlicht, welches sich
abseits der Genre typischen teilweise
ausgetreten Pfade bewegt. Sicherlich noch
besonders erwähnenswert sind, neben der
Mitwirkung der bereits oben erwähnten
Stefanie Thümmel auch die Zusammenarbeit
mit Cephalgy, zumal der Song
Leiden wohl der
elektronischste Song des Album ist und
Zero, wo Letzte Instanz
Frontmann Holly gemeinsam mit Alex singt.
Dieses sehr breit gefächerte Album
entfaltet seine wahre Größe erst nach
mehrmaligem Durchlauf und ist sehr schwer
einzuordnen, was ich allerdings generell
zu vermeiden versuche. Wer sich
allerdings an die Band Dementia Simplex
erinnert, sollte eine kleine Verzweigung
erkennen, ansonsten ein Album für offene
Electro Heads.
Rezi:
Oliver
Loscher
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