Label:
 
Eigenproduktion
 
 
Discographie:
 
Suffering CD [2008]
Stalker CD [2007]
Sick CD [2004]
Prisoner EP [2002]
 
 
Website Band
my space
 
 
 
Battle Scream --suffering- -[Vö: 11.09.2008]
 

Battle Scream wer ist das? Etwa schon wieder ein Newcomer, der das Elektroumfeld aufmischen will? Nein ganz so New sind Battle Scream nicht mehr und das beweist auch das zur Bemusterung vorliegende Werk ,welches mit einer nicht alltäglichen Mischung aus Electro meets Metal überzeugen möchte.

So jetzt mal ganz von vorne, denn immerhin liegt hier ein Tonträger vor, für den sich 5 Herren aus Dresden verantwortlich zeichnen, die schon seit 2001 im Geschäft sind. Der erste Eindruck ist bei einem Review schon sehr entscheidend. Denn liegt dem Rezipient ein Album einer ihm bis dato unbekannten Formation vor, wird der Silberling schon etwas genauer beäugt. Das äußere Erscheinungsbild von „suffering“ fällt dann auch direkt positiv auf. So präsentiert sich das Werk im Digipack und zeigt in düsteren blaugrauen Farben zunächst einen Leidenden in Ketten, bevor dann bei aufgeklapptem Cover fünf recht finster drein schauende Herren den 2. Hinweis auf den zu erwartenden Inhalt des Tonträgers geben.

Das insgesamt 17 Track starke Album startet mit einem sehr wuchtigem Intro, in welches sich der Track „War Machine“ nahtlos einfügt. Tendenziell ist dies einer der rockigeren Titel des Longplayers, ebenfalls sehr rockig startet das teilweise in spanisch gesungene„Animus Tuss Sum“. Bei „Fearful Eyes“ schlägt dann die elektronische Seite voll und ganz durch. Zwar ist der Gesang eher untypisch verzerrungsfrei und doch dreckig, wie man es eher von Bands der Metal Szene gewohnt ist, aber durchaus gelungen. Als nächstes erwartet den zwischenzeitlich neugierigen Hörer ein weiteres Schmankerl, denn zu der leicht kratzigen Stimme von Frontmann Alex gesellt sich in himmlischen Einklang die zauberhaft sanfte Stimme von Sängerin Stefanie Thümmel (Puppets on Strings). Und das Überraschungspaket der Dresdner gibt noch mehr her, denn jetzt kommt der Titelsong „Suffering“ und hier wurden sehr bewusst ausschlaggebende Textzeilen in deutsch Gesungen. Ganz geiler Song! So könnte ich diese Rezension jetzt letztendlich bis zum Outro fortsetzten, was jedoch zum einen das übliche Limit bei weitem übersteigen würde und sicher auch den ein oder anderen Leser langweilen würde. Doch einige Highlights stehen dem geneigten Hörer auf alle Fälle noch bevor, soviel sei zumindest verraten.

Fazit: Battle Scream haben mit Suffering ein temporeiches und sehr abwechslungsreiches Album veröffentlicht, welches sich abseits der Genre typischen teilweise ausgetreten Pfade bewegt. Sicherlich noch besonders erwähnenswert sind, neben der Mitwirkung der bereits oben erwähnten Stefanie Thümmel auch die Zusammenarbeit mit Cephalgy, zumal der Song „Leiden“ wohl der elektronischste Song des Album ist und „Zero“, wo Letzte Instanz Frontmann Holly gemeinsam mit Alex singt. Dieses sehr breit gefächerte Album entfaltet seine wahre Größe erst nach mehrmaligem Durchlauf und ist sehr schwer einzuordnen, was ich allerdings generell zu vermeiden versuche. Wer sich allerdings an die Band Dementia Simplex erinnert, sollte eine kleine Verzweigung erkennen, ansonsten ein Album für offene Electro Heads.

Rezi: Oliver Loscher

 
Tracklist:
01. Intro
02. War Machine
03. Animus Tuus Sum
04. Fearful Eyes
05. Cold Hearts Stone feat. Stefanie
06. Suffering
07. Pray!
08. Pray! Final Cut
09. Heuchler
10. Symphony Of War feat. Annemarie
11. Mother Russia feat. Stefanie
12. Leiden feat. Cephalgy
13. Zero feat. Holly
14. Child Of Fire
15. Walkers In The Wind
16. Creatures
17. Outro