Schließlich
war es doch eine Weile still um The Prodigy und
umso größer war die Freude unter den Fans, dass
wenigstens drei Bühnen in Deutschland gerockt
wurden. Da nahm man auch gerne die ziemlich
kuschelige Atmosphäre in der kleinen Halle hin,
die bald zu schweißfördernden Temperaturen und
gefühltem Sauerstoffmangel führte. Und wer
hoffte, das hitzige Klima gleich während des
Konzerts zu vergessen, musste sich erst noch ein
wenig gedulden. Insofern wäre es nicht ganz
treffend formuliert, zu sagen, dass DJ Tanith die
Menge anheizte, warm genug war es schließlich
bereits. Dennoch kam die Techno- und Housemusik
ganz gut an und erleichterte so die Wartezeit bis
kurz vor halb zehn, als es dann endlich zum
Highlight des Abends überging. Die angestaute
Vorfreude explodierte schon bei den ersten Beats
förmlich zu einem einzigen tobenden Jubel, als
Live-Drummer Leo Grabtree und Gitarrist Rob
Holiday ihre Plätze einnahmen, sowie wenig
später die Prodigy Urgesteine Liam Howlett und
Keith Flint und zu guter Letzt auch Maxim Reality.
Mit Worlds on Fire begann das
insgesamt 14 Songs lange Set und die Halle
verwandelte sich innerhalb weniger Sekunden in
ein einziges von grellen Scheinwerfern
beleuchtetes Meer von Händen. Die beiden
Frontsänger Keith und Maxim stampften energisch
und mit sichtlichem Spaß über die Bühne und
zogen das Kölner Publikum schnell in ihren Bann.
Schon der dritte Song sollte das Ganze auf die
Spitze treiben: Breathe war kaum
angespielt, da rastete die ohnehin schon
tanzwütige Masse völlig aus. Nun schien auch
der Schweiß vom Nebenmann nicht mehr zu stören,
die Stimmung war bei diesem Meilenstein einfach
wie vom anderen Stern.
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