Subway to Sally - Mono Inc....[ E-Werk, Köln 19.04.2009 ]
 

Es ist erst wenige Monate her als SUBWAY TO SALLY auf ihrer Weihnachtstour waren und schon stehen sie wieder im „Kreuzfeuer“ der Aufmerksamkeit um ihr gleichnamiges neues Album ihren wahrlich begeisterungsfähigen Fans live darzubieten. So machte sich Redakteur und Fotograf Carsten Terres am frühen Sonntagabend des 19. April auf den Weg zum restlos ausverkauften Kölner E-Werk um euch von einem weiteren Abend mit der Berliner Band zu berichten. Schon lange vor dem Einlass fand sich eine verdammt lange Schlange Fans vor den Toren des E-Werks ein, um dann pünktlich um sieben Uhr die Halle zu stürmen. Schon bevor der Support Mono Inc. die Bühne betrat schalten die ersten „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“-Rufe durch die kuschelig warme, ehemalige Industriehalle.

 

Um kurz vor Acht betraten die Gothicrocker von MONO INC. die Bühne und wurde von den Subwayfans herzlich begrüßt. Mit im Gepäck hatten die vier ihr neues Album „Pain, Love & Poetry“ von dem sie direkt einige Songs spielten. Die harten Gitarrenklänge, gepaart mit dem rotzigen Gesang von Sänger Martin Engler heizten dem Publikum zunächst ganz ordentlich ein. Doch durch den Gesang von Schlagzeugerin Katha Mia erhielten die Lieder eine ganz besondere Note, die MONO INC. von vielen Bands ihres Genres positiv unterscheidet. Nach einer knappen halben Stunde war die Spielzeit leider schon vorbei und die Band wurde mit viel Applaus von dem, als kritisch bekannten wenn es sich nicht gerade um ihre Lieblinge handelt Subwaypublikum, verabschiedet. Leider kann ich euch an dieser Stelle keine vorzeigbaren Bilder von MONO INC. liefern, da das Licht so spärlich war und die Bühne ständig in kräftigen Nebel getaucht wurde, so dass die Band schon mit den bloßen Augen kaum zu erkennen war. Nach einem kurzen und lautstarken Soundcheck war es dann endlich so weit.

 

Ein schwarzer Vorhang hinter der Bühne wurde gelüftet und eine riesige LED-Leinwand kam zum Vorschein. Doch mit dem Auftreten der Band unter dem Intro des Liedes “Komm In Meinen Schlaf” war erst einmal ein Feuerwerk angesagt. Riesige Flammenlohen reckten sich zur Hallendecke und mit dem obligatorischen „Hallo Freunde“ wurde losgerockt. Als die ersten Sequenzen auf der LED-Leinwand erschienen wurde dem Publikum bei SUBWAY TO SALLY [ Galerie ] optisch etwas völlig Neues geboten. Doch neben den elektronischen Lichtern wurde weiterhin viel auf Feuer gesetzt und so lag eine Metallleiste auf dem Bühnenboden, die regelmäßig die Bühne durch züngelnde Flammen unterteilte. Doch wer SUBWAY TO SALLY schon einmal live erleben durfte, weiß die Jungs rocken so stark, dass sie es nicht nötig haben für optische Ablenkungen zu sorgen. Daher war ich zu Beginn nicht davon überzeugt, dass die LED Lichter, gerade in der Kombination mit der vielen Pyro positiv zur Stimmung beitragen würden, doch im Laufe des Abends bin ich zu dem Schluss gekommen, dass SUBWAY TO SALLY wieder einmal alles richtig gemacht haben. Jetzt aber mal wieder zurück zur Musik. Im ersten Teil des Abends wurden vor allem die Lieder aus dem aktuellen Ablum „Kreuzfeuer“ gespielt, die von den Fans schon lautstark mit gesungen werden konnten. Trotzdem konnte es nicht überraschen, dass der schon auf der letzten Tour gespielte Song „Besser du rennst“ die meiste Stimmung produzierte. Der erste besinnliche Moment, der den springwütigen Fans eine erste Verschnaufpause bot war dann, als Ingo die Akustikgitarre rausholte, „Kleid aus Rosen“ gespielt und dies zu großen Teilen vom Publikum gesungen wurde.

 

Danach ging es gewohnt rockig weiter. Neben den neuen Liedern wie u.a. „Judaskuss“, „Die Jagd beginnt“ und „So fern so nah“ wurden natürlich aber auch die Klassiker nicht vergessen, so unter anderem „Mephisto“, „Liebeszauber“ und „Falscher Heiland“, welche unter waren Jubelstürmen von Subway to Sally gerockt wurden. Beim falschen Heiland wurde passend zum neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama das Victory-Zeichen hundertfach in die Luft gereckt. Nach gut anderthalb Stunden bahnte sich die erste Pause für die Band an und mit einem gewaltigen Konfettiregen wurde der Hit „Auf Kiel“ als letzter Song vor den Zugaben gespielt. Die obligatorischen „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“-Rufe lockten die Band aber schnell wieder zurück auf die Bühne und es wurde weiter gerockt. Doch alles hat ein Ende und nachdem das, laut Bodenski in die Pubertät gekommene „Julia und die Räuber“, lautstark aus allen Kehlen gesungen wurde neigte sich der Abend fast dem Ende. Mit der Midtempo Nummer „Vater“ erfolgte nach knapp zwei Stunden, zum Abschluss noch einmal ein neues Lied.

 

Und so ging wieder einmal ein tolles Konzert zu Ende. Subway to Sally ist sicherlich eine der besten deutschen Livebands ihres Genres, wer sie noch nicht gesehen hat sollte dies schleunigst nachholen und hat im anstehenden Festivalsommer die eine oder andere Gelegenheit dazu.

 
Text: .Carsten Terres
Bilder: .Carsten Terres