Label:
 
Black Bards Entertainment
 
 
Discographie:
 
Portrait Of A Porcelain Doll CD [2007]
Leave And Enter Empty Rooms CD [2007]
Reel Through My Wave CD [2003]
There Are Days CD [2000]
 
 
Website Band
my space
 
Mely - -portrait of a porcelain doll- --- [Vö: 03.04.2009]
 

Melancholie – sie hat bereits viele Künstler zu wahren kreativen Höchstleistungen beflügelt. Die aus Österreich stammenden Mely haben sich sogar von diesem Gefühlszustand zu ihrem Bandnamen inspirieren lassen. Aber dennoch versinken sie nicht in den Wogen der Schwermut. Stattdessen warten die Jungs mit dynamischen Metalhymnen und mitreißenden Melodien auf.

Beginnt der Opener „Of Doubts And Fears“ zunächst noch recht überraschend balladesk mit mehrstimmigem Gesang zu ruhigen Gitarren, steigert er sich schließlich doch noch zu einer druckvollen Rocknummer, welche einen voller Vorfreude auf die folgenden acht Tracks mit den Ohren schlackern lässt. Wie dieses Stück bereits erahnen lässt, steht Abwechslung bei Mely an höchster Stelle. So spielen die Jungs gerne mit dem Wechsel zwischen ein- und zweistimmigem männlichen Gesang, welcher sich in Ohrwurmmelodien manifestiert. Auch den Akustikgitarren wird des Öfteren Platz eingeräumt und die Ehre erwiesen, Songs wie das als Rocknummer endende „Don’t Wake The Sleeping Dog“ balladesk einzuleiten. Ein wenig düsterer wird es bei „Bricks Against Porcelain Dolls“, welches mit seinen tiefen Gitarren zu Beginn eine düstere Atmosphäre erschafft. Diese wird im weiteren Verlauf des Stückes durch bedrohliche Backgroundsounds, welche eine Art Teppich für den Gesang bilden, noch verstärkt, wodurch der Track recht aggressiv daher kommt und sich eines der Highlights auf „Portrait Of A Porcelain Doll“ schimpfen darf. Auch das bombastische „Sweet Six Feet“ darf nicht unerwähnt bleiben, beeindruckt es doch mit schleppender und dadurch kraftvoller Instrumentierung sowie hymnischen Melodien. Zu guter Letzt servieren Mely mit „My Addiction“ doch noch die Ballade, die man bereits bei verschiedenen akustisch beginnenden, dann aber doch in härtere Gefilde wechselnde Songs, erwartet hat. Lediglich mit Akustikgitarren beginnend, nach und nach durch einfühlsamen Gesang sowie Pianopassagen und letztendlich durch E-Gitarren und Drums ergänzt, steigert sich der Song schließlich zur wunderbaren bombastischen Powerballade und beendet das Album somit mit einem grandiosen Klangerlebnis der Extraklasse.

Interessante Songtitel wie „Bricks Against Porcelain Dolls“ oder „It’s Cold Without Shoes“ regen zudem noch zum Nachdenken an und lassen darauf hindeuten, dass Mely Musik mit Tiefgang machen. Die Österreicher zeigen auf jeden Fall, dass Melancholie nicht direkt gleichbedeutend mit depressiver Schwermut sein muss, sondern auch Grund für gute Laune sein und richtig Spaß machen kann.

Rezi: Kerstin Tschöpe

 
Tracklist:
01. Of Doubts And Fears
02. Grown For Doom
03. Bricks Against Porcelain Dolls
04. Don’t Wake The Sleeping Dog
05. Hell Low
06. It’s Cold Without Shoes
07. Maybe Yesterday
08. Sweet Six Feet
09. My Addiction