| 8 Mera Luna Festival.-..[ -Hildesheim, 11./12. August 2007- ] |
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Mit den Japanern DIR EN GREY [ Galerie I ] folgte ein musikalischer Exot auf der Hauptbühne, der insbesondere bei einigen jungen Mädels für Aufregung sorgte, die sich bereits mit entsprechenden Devotionalien (Flaggen etc.) ganz vorne positioniert hatten. Die 1997 in Osaka entstandene Formation gehört seit einiger Zeit zur Spitze des J-Rocks (oder auch Visual Kei), dennoch waren meine persönlichen Berührungspunkte bislang eher gering, so dass ich die musikalische wie optische Präsentation gespannt erwartete. Der Fünfer bewegt sich im Spannungsfeld von Rock, Nu Metal(core), Gothic etc. und lebt insbesondere von der sehr exaltierten Performance des Shouters Kyo. Ich sehe es ähnlich wie ein unbekannt bleibender Musiker neben mir: Ist nicht mein Sound, aber dennoch sehr unterhaltsam. Mit der abgefahrenen Stimme muss man allerdings wirklich erst mal klar kommen. Auf Songtitel muss ich mangels Wissen und Sprachkenntnis verzichten, das neue Werk The Marrow of a Bone wird aber sicher gewürdigt worden sein. Nach einer Weile wurde auch klar, wofür das kleine rote Gitterpodest am Bühnenrand gut war: Kyo nahm dort immer aberwitzigere Posen ein und zuguterletzt gab er der Show auch noch einen blutigen Anstrich. Wobei man nicht mit Sicherheit sagen kann, ob der Herr nun seinen Oberkörper tatsächlich aufgeschlitzt hat oder ob es sich um Kunstblut handelte. Effektiv war es auf jeden Fall. [ TK ] |
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Gio hielt sich weiterhin im Hintergrund zurück, während mit Deutschmaschine und Für noch mal zwei alte Hits präsentiert wurden. Ganz im Stile eines DEPECHE MODE-Konzertes schwenkten wir unsere Arme hin und her zu Recover you und wurden von Steve mit den Worten Ihr müsst nicht alles mit Euch machen lassen... ausgelacht. Er vergas sogar ganze Textzeilen vor lauter Amüsement und kriegte sich kaum wieder ein. Das Publikum störte das alles nicht im Geringsten, es feierte, tanzte und sang kräftig weiter, was zusammen mit der Lichtshow ein tolles Bild abgab. Nach Get you closer bildete So klingt Liebe leider schon den Abschluss des Auftritts. Steve ließ uns den Refrain immer wieder alleine singen und erklärte das Mera Luna feierlich für beendet (ein kleiner Gruß an die TOOL-Fans durfte auch nicht fehlen ). Bei den heftigen Beifallstürmen und Schreien mussten ihn seine Bandkollegen mit aller Gewalt von der Bühne zerren, immer wieder riss er sich los und stürmte an den Bühnenrand, um sich verdienterweise ausgiebig feiern zu lassen. Zusammen mit COVENANT der stimmungsträchtigste Auftritt am Festival-Samstag. [Cath] |
Sonntag.. [ -Hildesheim, 12. August 2007 -] |
Nach einer recht kurzen Nacht fand ich mich um 11.20 Uhr vor der großen Bühne wieder ein, um zum zweiten Mal in diesem Jahr BIG BOY [ Galerie I ] ansichtig zu werden. Mit mir hatte sich ein ebenfalls noch einigermaßen verschlafen wirkendes Völkchen eingefunden, das sich vom Glam Goth Rock des gebbürtigen Schwedens mit deutschem Wohnsitz auf Touren bringen lassen wollte. Nach dem martialisch anmutenden, französischsprachigen Intro La Légíon vom Debütalbum Hail The Big Boy welches seit Juli des Jahres zu haben ist, erschienen auch die Protagonisten der folgenden 25 Minuten. |
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Die Band um Frontmann Reinier ist schon relativ lange im Geschäft, der große Durchbruch in Deutschland ist ihnen dann mit der ersten Fulltime CD Eternity gelungen. Seit diesem Zeitpunkt ging es nur noch in eine Richtung Forward! Und genau mit diesem genialen Stück hatte die Band den erstaunlich gut gefüllten Hangar fest im Griff. Es wurde ausgelassen getanzt, geklatscht und gesungen. Als weitere Highlights sind vor allem der Opener Stronghold zu nennen und Civilisation Eine tolle Perfomance bot neben Reinier vor allem auch Gitarrist Erik, der sich mächtig ins Zeug legte, wenn sein Einsatz gefragt war. Perfekter Start in den Tag und so sollte es mit DIORAMA auch weiter gehen. [ OL ] |
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Wie nicht anders gewohnt war Rouge meist überall nur nicht auf der Stage. Egal ob die Absperrgitter zum Graben, dass Bad in der Menge, Monitorboxen oder gar die Bühnenaufbauten, nichts war vor Ihm sicher. Typische Klassiker wie Deception, Winterborn oder Marilyn my Bitterness durften natürlich auch hier in Hildesheim nicht fehlen. Aber auch die im September erscheinende Single Birthday wurde den Fans dargeboten. Gerade letzteres hatte man uns Seitens der Band bereits beim Terra Gotha im Oktober 2006! neu vorgestellt und jetzt erscheint es erst in unseren Läden, lange Wege in der Musikindustrie. [ SG ] |
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Wenn sich das wie in diesem Jahr nur auf den Freitag bezieht, wollen wir mal nicht so sein und die finnischen Fürsten der Finsternis auch in Zukunft bei uns willkommen heißen .Mit Perfect Skin folgte eine weitere knackige Gitarren-Nummer, bevor es mit der Hommage an den Film Lost Boys gleichen Namens auch schon ans letzte Stück ging, das noch mal ordentlich abgefeiert wurde. Eine dreiviertel Stunde Spielzeit war eigentlich viel zu kurz, so dass auch der ein oder andere Hit zu Hause bleiben musste. Aber Ende August tauchen die Finnen wieder im westfälischen Lüdinghausen auf dem AREA 4 auf und im Herbst gehts mit WITHIN TEMPTATION auf Deutschland-Tour. [ ump ] |
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Als letzter Act des Festivals betraten dann THE JESUS AND MARY CHAIN [ Galerie I ] nach der Trennung 1999 erstmals wieder Deutschen Festivalboden. Dies dürfte sicher einige der Ü30er sehr gefreut haben. Für uns war hier und jetzt Schluss und so war auch das Achte MERA LUNA Festival Geschichte. Mit knapp 20000 Besuchern war es in diesem Jahr sicher nicht ganz so prall besucht wie noch die Jahre zuvor. Nichts desto Trotz lief alles wieder einmal super ab und Selbst das Wetter spielte, sehen wir mal von Freitag Nacht ab, eine fast perfekte Rolle. Für meinen Geschmack hätte man sich einen Headliner wie TOOL sparen und eher eine Szene-verwandtere Band präsentieren können, aber dies ist sicher immer Geschmacksache. Sind wir also gespannt und freuen uns, wenn es 2008 wieder heißt, auf nach Hildesheim zum MERA LUNA! [ SG ] |
Text: Cathie Niemann, [Cath], Christiane
Stuckemeier [CS], Karsten Thurau [TK], Oliver Loscher [OL], Sandro Griesbach [SG], Thomas
Nattermann [TN], Ulrike Meyer-Potthoff [ump] |
Die Berichterstattung ist in freundlicher Zusammenarbeit mit unserem großen Partner-Magazin dem Musik-Terrorverlag entstanden. Natürlich könnt Ihr diese, sowie noch viele weitere Berichte auch dort nachlesen, es lohnt sich! |