Die
Jungs von der Letzten Instanz bekennen
sich mit ihrem neuen Album schuldig. Doch
was habe sie sich zu Schulden kommen
lassen? Sie bekennen sich schuldig
musikalisch und inhaltlich mit ihrer
Musik eine klare Position zu beziehen!
Nach dem Akustikalbum Das weisse
Leid ist die letzte Instanz
rockiger den je zurückgekehrt.
Die
Musik der Instanz wird oftmals mit
Begriffen wie Brachialromantik,
Gothicrock oder Folkrock betitelt, doch
eine Einordnung in diese Kategorie wäre
zu einfach. Auf Schuldig
beweisen die sieben Vollblutmusiker ihre
Vielfalt. Diese wurde sicherlich durch
Henning Verlage hervorgehoben. Der
Produzent, der selber bei Unheilig aktiv
ist hat die Band in das legendäre
Principal Studio geholt in dem schon
Bands wie die H-Blocks, die Toten Hosen
oder In Extremo aktiv waren. Die beiden
Alben zuvor waren ohne die Hilfe eines
Produzenten entstanden.
Die
Lieder auf Schuldig
überzeigen allerdings nicht nur durch
den tollen Sound und die musikalische
Vielfalt, sondern auch durch die tollen
deutschsprachigen Texte von Sänger Holly.
Dabei wagt sich die Instanz auch an
heikle Themen wie Religion heran. So ist
der Garten ein ganz
besonderes Lied, bei dem Holly ein Duett
mit türkischen Sängerin Aylin Aslim und
der inhaltlich nur eine Aussage zulässt:
Glaube ist ohne Institution
möglich. Inspiriert wurde Holly zu
dem Song durch einen Besuch in einer
Moschee in seiner Wahlheimat Istanbul.
Dort wurde er von einem Gläubigen nach
seinem Glauben befragt und Holly konnte
folgendes von diesem interkulturellen
Ereignis berichten: Ich sagte, dass
ich nicht an die Kirche glaube, aber
Jesus und Mohammed für fähige Leute
halte. Daraufhin lachte der Alte, umarmte
mich und schenkte mir sein Gebetskäppi.
Doch
nicht jeder Text befasst sich mit solch
schweren Themen. Auf Schuldig
ist auch Platz für gefühlvolle Balladen
und Liedern zum tanzen. Für die Fans der
Instanz ist Schuldig
sicherlich der Höhepunkt des Jahres und
wer noch kein Fan ist kann nun einer
werden.
Rezi: Carsten
Terres
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