Carsten: Gibt
es einen Song der inhaltlich eine besondere persönliche
Bedeutung für euch hat?
M.
Stolz:
Das Lied traumlos ist ein sehr schönes Lied,
bei dem der Text erst nach der Musik entstanden ist. Aber
dort hat unser Sänger es perfekt getroffen und ich finde
dies ist ein Text, den ich sehr gut nachempfinden kann
und der mir selber schon im Leben passiert ist.
Specki
T.D.:
Ich habe keinen persönlichen Favoriten. Was man
aber wissen muss, dass eine Band, die an einem Album
arbeitet auf dem dann am Ende dreizehn Lieder sind man
ein Jahr lang daraufhin arbeitet. Es gibt dann schon
immer wieder Songs, mit denen man sich beschäftigt und
die einen beschäftigen und in der Woche danach kann der
Fokus wieder auf einem anderen Song liegen. Man lebt ja
schon mit der Platte bevor die im Laden steht. Daher ist
der Werdegang vom ersten Proben, über das Demos hören
bis hin zu fertig gemastertet und eingetüteten Platte
sehr interessant. Vor daher habe ich keinen Favoriten. Es
ist die ganze Platte, die für sich spricht.
Benni: Ich sehe
auch die Platte insgesamt und habe kein Lieblingslied,
weil ich bei dieser Platte wieder ganz stark gemerkt habe,
wie wir als Band in dieser Formation zusammengerückt und
zusammengewachsen sind, noch viel mehr als bei den
vorherigen Platten. Es ist ein gesamt Werk an sich, was
in einem Freude auslöst und kein einzelnes Lied.
Specki
T.D.: Es
war eine Mannschaftsleistung und ein Mannschaftssieg,
wenn man es einmal auf die sportliche Ebene überträgt.
Wir haben ja die Probenwoche in Hannover gemacht, das
gibt es auch zwei wunderschöne Videos zu. Wir haben uns
zwei Wochen lang in Hannover in ein Landhaus
zurückgezogen und haben dort zusammen mit dem
Produzenten an der Platte gearbeitet, gefeilt und
geschliffen und so was geht einfach nur mit einer
Mannschaftsleistung.
M.
Stolz:
Deswegen
ist die Platte auch so homogen und es gibt keine
Ausbrüche wie es bei früheren Alben der Fall war. Es
ist einfach ein gesamt Kunstwerk.
Carsten: Ihr
habt ein sehr außergewöhnliches Artwork für das Album
gewählt, wer hatte die Idee und wer hat es umgesetzt?
M.
Stolz: Das
war unser Grafiker, der seit der ersten Platte das
Artwork macht und bei uns Narrenfreiheit besitzt. Er
macht bei uns ebenfalls die Internetpräsenz. Zum Thema
schuldig hatte er die Idee mit dem Unschuldsengel, was
natürlich ironisch gemeint ist. Daher ist auf dem Cover
eine Herzensbrecherin mit schwarzen Flügeln aufs Album
gekommen. Und wir haben halt keine Frau gefunden die so
aussieht wir nehmen aber Bewerbungen fürs
nächste Cover gerne entgegen. Daher haben wir es diesmal
malen lassen bzw. wir haben es bei Monozelle schon als
Skizze auf der Homepage gesehen.
Benni: Vor der
Plattenveröffentlichung wurde das Bild sehr kontrovers
diskutiert. Aber wir haben es am Ende hinbekommen, dass
jeder auf das Bild steht selbst wenn er es vorher nicht
zugegen hat.
Carsten:
Nenne doch bitte Namen!
Benni:
lacht
schau einfach mal in unser Forum hinein.
Carsten: Ab
dem 19.02. konnte man euer Album schon auf myspace
anhören. War dies eine Werbeidee oder setzt ihr auf das
Internet als kommendes Vertriebsmedium?
Specki
T.D.: Leider
muss man sich damit auseinander setzen bzw. damit
zufrieden geben, dass der Musikmarkt wohl sehr in
Richtung Internet gehen wird. Wir sind ja noch alle Jungs
von der alten Schule, die gerne mal ne CD in die Hand
nehmen, die sich kaufen und auch auflegen. Aber die
Zukunft wird ja wahrscheinlich dahin gehen, dass das
Internet noch mehr genutzt wird. Dieses Medium muss man
heutzutage nutzen, wenn man die Leute erreichen möchte
und dafür ist es ja auch ein super gutes Medium.
M.
Stolz: Im
Plattenladen kannst du halt nur in einer ungewohnten
Umgebung in die CD rein hören, beim Internet kann ich
schön entspannt zu Hause reinhören. Es gibt dann
natürlich auch eine Menge Leute, die sich die myspace
Lieder runterladen, aber die Qualität ist einfach nicht
mit einer CD vergleichbar. Daher vertrauen wir darauf,
dass der Großteil der Leute durchs Netz so angefixt wird,
dass sie sich dann auch später die CD kaufen.
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